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Literatur über Bäume

Belletristisches

  • Hermann Hesse:
    Bäume. Betrachtungen und Gedichte mit Fotografien von Imme Techentin.
  • coverDas Buch vereinigt 22 Gedichte und 12 Prosatexte Hermann Hesses, die er über einen Zeitraum von 5 Jahrzehnten verfasst hat. Daraus zeigt sich, dass das Themenfeld "Baum-Landschaft" in Hesses Literatur eine zentrale Rolle spielt und den Dichter Zeit seines Lebens beschäftigt hat. Charakteristisch für die Baum-Betrachtungen und lyrischen Texte ist die Verknüpfung intensiver Lebenserinnerungen des Dichters mit der Beobachtung und Erfahrung von Bäumen. Die Essenz dieser Erfahrung ist in dem kurzen Prosatext "Bäume" (aus dem Jahre 1919) zusammengefasst, in dem Hesse die Bäume als individualisierte "Heiligtümer" sieht, deren Aufgabe es ist, "... im ausgeprägten Einmaligen das Ewige zu gestalten und zu zeigen".
  • Italo Calvino:
    Der Baron auf den Bäumen.
  • coverItalo Calvino gelingt mit "Der Baron auf den Bäumen" ein überaus unterhaltsamer Roman, der den Leser in eine phantastische Parallelwelt auf die Wipfel der Bäume entführt. Irgendwo zwischen Märchen, Abenteuergeschichte, Historienroman, philosophischer Betrachtung, Naturbeobachtung und Lovestory angesiedelt erzählt er das Leben von Cosimo, des 12jährigen Erben aus dem adligen Hause Piovasco di Rondò. Aus Anlass einer Familienstreitigkeit, der Tyrannei des Vaters und der Boshaftigkeit seiner älteren Schwester überdrüssig, erhebt er sich am 15. Juni 1767 vom familiären Mittagsmahl, um eine Steineiche am Wohnhaus zu erklettern. Was die Familie für eine kurzfristige Trotzreaktion hält, ist für Cosimo der Beginn seines Lebens auf den Bäumen des (offensichtlich in Norditalien gelegenen) fiktiven Ortes Ombrosa und seiner Umgegend. Tatsächlich steigt er Zeit seines Lebens nicht mehr zur Erde hinab, selbst seinen Tod findet er mit mehr als 65 Jahren am Ankerseil einer Montgolfiere schwebend über dem offenen Meer. Cosimo lebt, arbeitet, lernt und liebt nur noch auf den Bäumen seiner dicht bewaldeten Heimat. Dabei entwickelt er unglaubliche Techniken, um von einem Baum auf den anderen zu wechseln und sich auf diese Art innerhalb eines weiten Gebietes zu bewegen. Als bald auch von seinen Mitmenschen respektierter und geschätzter "Baum-Mensch" wird er dennoch nicht zum Einsiedler, sondern sucht immer wieder den Kontakt, tauscht sich aus, berichtet u. a. seinem jüngeren Bruder (der im Roman als Erzähler seiner Geschichte auftritt) von seiner Welt und setzt seine Studien der Literatur, klassischen Philologie, Geschichte und Philosophie mit Hilfe seines früheren Lehrers fort. Später führt er einen regen Schriftverkehr mit den großen Philosophen seiner Zeit, schließt sich revolutionären politischen Gruppierungen und begegnet im vorgerückten Alter sogar Napoleon. Vor allem erlebt er allerlei Abenteuer, zu den auch seine amourösen Ausflüge und die langjährige Beziehung zur Marchesa Viola gehören. Diese hatte er während seiner ersten Baumtage im Garten der Nachbarn kennen gelernt, bevor er in späteren Jahren endlich mit ihr zusammenkommt - nur eine vorübergehende Station seines bewegten Lebens im Wipfel der Bäume. Vielleicht ist es die verblüffende Konsequenz seiner Lebensweise, die dem Leser die Hauptfigur so sympathisch macht. Sicher sind aber die Vielschichtigkeit der Geschichte und ihre unbestimmte Symbolik Gründe, dass man sich rasch in die Welt Cosimos hineingezogen fühlt und mit ihm die ungeheuere Freiheit im Zusammenleben mit den verschiedensten Baumarten und den in ihnen lebenden Tieren erfährt. Es ist die Freiheit desjenigen, der den Mut hat, seinem Leben einen selbst bestimmten Rahmen zu verleihen, eine komplett andere Perspektive einzunehmen - und den Einschränkungen und Herausforderungen zu begegnen, die sich daraus für das soziale Zusammenleben, die eigene Entwicklung und den Aktionsradius ergeben. Eine fesselnde Lektüre, die den Leser nach einem phantastischen Ausflug in die Baumwipfel mit einem Schmunzeln wieder auf dem Erdboden absetzt. Denn eine Utopie war in der Sprache Wirklichkeit geworden und hatte den Erlebnisraum in ungeahnter Form erweitert.
  • Jean Giono:
    Der Mann, der Bäume pflanzte. Mit Bildern von Quint Buchholz
  • coverEs sind nur knapp 40 Seiten, auf denen der französische Schriftsteller Jean Giono (gest. 1970) die Geschichte des provencialischen Bauern Elzéard Bouffier entwickelt. 11 dieser Seiten füllen die ebenso zurückhaltenden wie eindrücklichen Farbillustrationen von Quint Buchholz aus. Offensichtlich autobiographische Züge trägt dieser Text, der eine gelebte Erfahrung, nämlich die Begegnung des Schriftstellers mit einem ganz besonderen Menschen dokumentiert, und den kontinuierlichen Austausch mit diesem über einen Zeitraum von gut 30 Jahren, bis zum Jahre 1945. Schauplatz ist eine verödete Berglandschaft im Morden der Provence, in die sich der einsam lebende Schäfer und spätere Imker Bouffier zurückgezogen hat, nachdem sein einziger Sohn und dann seine Frau gestorben waren. Über Jahrzehnte widmet er sich dort dem Pflanzen von Bäumen: Eichen vor allem, aber auch Buchen, Birken, Ahorne und andere Arten. Unermüdlich und durch Rückschläge nicht zu bremsen, setzt er bei seinen Streifzügen durch die Landschaft Samen dieser Bäume in die Erde, gibt dem toten Land Schritt für Schritt sein Leben zurück. Einfühlsam, still und ohne jegliches Wissen seiner wenigen Mitmenschen, die das stetig sich erweiternde Grün und das Wachsen zehntausender Bäume gleichwohl verblüfft und ahnungslos registrieren. So vergehen zwei Weltkriege, während derer Bouffier weiter seiner Passion nachgeht, und während derer die Bäume sich zu Wäldern verdichten, ausgetrocknete Flussbette sich nach langer Zeit wieder mit Wasser füllen und zahllose Bergbewohner aus ihrem durch die Ödnis der Landschaft begünstigten Stumpfsinn heraus und wieder Mut zum Leben finden. In ganz einfachen Sätzen schafft es Giono, das Schaffensbild eines unverbildeten Bergbauern zu zeichnen, der durch Ausdauer und Selbstlosigkeit Großes bewirkt, „der ein Werk geschaffen hat, das Gottes würdig ist“ (Original-Zitat). Ein lesenswerter Text, nicht nur für Menschen, die sich der Kritik der Massengesellschaft verschrieben haben.
  • Judy Pascoe:
    Erzähl mir, großer Baum...
  • coverIn diesem Roman bringt ein großer, vor der Haustür stehender Baum das Leben einer Familie und der ganzen Dorfgemeinschaft in Verwirrung. Die erdverhaftete Seele des verstorbenen Vaters lebt in diesem Baum weiter und spricht zu ihren Angehörigen. Der schmerzhafte Prozess von Loslösung und Trauer gipfelt in einem dramatischen Ereignis und entlässt alle Familienmitglieder auf ihren je eigenen Weg.
  • Julie Salamon:
    Der schönste Baum. Eine Weihnachtsgeschichte. (Originaltitel: The Christmas Tree)
  • coverIn dieser wunderschön anrührenden Erzählung kommt wieder einmal die große emotionale Kraft der Bäume als Begleiter der Menschen zu Ausdruck. Die junge Waise Anna stößt in der Nähe des Klosters, in dem Sie aufwächst, auf eine kleine Rotfichte, die sie schlicht "Baum" nennt und die sich für sie zum lebenslangen Ansprechpartner und Freund entwickelt. Als Schwester Anthony gibt sie im späteren Leben ihre so gewonnene Liebe zur Natur an die im Kloster erzogenen Kinder weiter. Als eines Tages der Chefgärtner des New Yorker Rockefeller Centers den inzwischen stattlichen Baum entdeckt und ihn gerne als Weihnachtsbaum für das Center haben möchte, zögert Schwester Anthony zunächst. Einige Jahre später aber erklärt sie sich einverstanden, um schließlich seine Schönheit mit vielen anderen Menschen in der Großstadt teilen zu können.
  • Bruno Mittermaier:
    Aus gutem Holz geschnitzt. Geschichten, Gedichte, Weisheiten, Bilder, Märchen und Lieder über Bäume.
  • coverDer Orgelbauer Bruno Mittermaier aus Sinsheim/Reihen erzählt in seiner Kurzgeschichte "Aus gutem Holz geschnitzt" einen eigenen Traum: die rührende Geschichte einer Kiefer von ihrem ersten Lebensjahr 1766 bis in die Gegenwart. In dieser langen Zeit nimmt sie ganz unterschiedliche Gestalt an: als lebender Baum im Wald, als Frontwand eines Orgelgehäuses und schließlich als Wohnungsregal. In all diesen Formen ist sie gleichermaßen lebendig und entwickelt ein freundschaftliches Verhältnis zu den Menschen und ihrer Welt. Der kleine Band umfasst neben der Kurzgeschichte eine Auswahl von Baum-Gedichten, -Weisheiten und das Märchen "Der Tannenbaum" von Hans Christian Andersen. Als Werk eines literarischen Laien recht nett, das Design des schmalen Bandes wirkt dagegen eher unprofessionell.
  • Frederik Hetmann:
    Madru oder Der Große Wald.
  • coverModernes phantastisches Märchen um Madru, den Sternensohn, auf seinem Weg durch die Anderswelt. Dort besteht er zahlreiche Gefahren und Abenteuer, nachdem er sich mit Hilfe eines Baumtarot für einen von drei Wegen entscheiden muss: den des Waldes, den des Allwiss oder den der Ritter.
  • Wolfgang Hilbig:
    Die Kunde von den Bäumen.
  • coverDas Buch lebt, wie alle Texte Wolfgang Hilbigs, von der Sensibilität und Gewaltigkeit seiner Sprache, von der Eindringlichkeit in der schrifstellerischen Verarbeitung von Hilbigs persönlichen Erfahrungen in der früheren DDR. Die Bäume spielen hier v. a. die Rolle eines abstrakten Spiegelbildes gesellschaftlicher Zustände und beobachtbarer Wandlungen.
  • Stefano Marcelli:
    Der Junge, der die Bäume liebte.
  • coverVordergründig geht es in diesem Buch um die ziemlich skurrile und surreal wirkende Geschichte eines Jungen, der im Alter von 10 Jahren ein abnormes sexuelles Verhalten zeigt, indem er eine libidinöse Beziehung zu Bäumen pflegt. Derselbe Junge wird 50 Jahre später zum Premierminister des Landes gewählt, der als Elemente seines politischen Programms z. B. die Einführung einer vegetarischen Ernährung der Massen, die Einführung eines christlichen Baumkultes und die Einrichtung eines Ministeriums der Bäumischen Zeit plant. Eng verwoben mit dem Schicksal des Jungen, der die Bäume liebte, ist das seines damaligen Psychotherapeuten, dem in Mantua lebenden zur Erzählzeit schon fast Hundertjährigen Professor Veritier, der durch einen Zeitungsbericht über den ehemaligen Patienten erneut mit seinen Erinnerungen an den Jungen, dessen Mutter und verschiedene Geistwesen konfrontiert wird, denen er während der therapeutischen Arbeit begegnet war. Über diese Rahmenhandlung hinaus werden in dem spannend und mit viel Sprachgefühl geschriebenen Erstlingswerk eines italienischen Arztes aber weitere Themenräume geöffnet, die das Buch zu einem vielschichtigen und außergewöhnlichen Roman machen. Dazu gehört eine Gegenüberstellung kindlicher Ausformungen der Sexualität mit exzessiven Sexualpraktiken Erwachsener, die Beziehung von Menschen zu andersartigen Wesen ihrer Lebenswelt und übersinnlichen Geistwesen anderer Wahrnehmungssphären und die Grenzen im Austausch und im gegenseitigen Verständnis unterschiedlicher Seinsformen. Das Buch zeugt darüber hinaus von einer tiefen Verbundenheit des Autors mit den Bäumen, was sich in zahlreichen esoterischen, mythologischen und literarischen Anspielungen und Interpretationen mit Bezug zu Baum-Themen ausdrückt. Vor allem aber scheint die Handlung von einer Utopie motiviert zu sein, die an der vorurteilslosen Begegnung mit dem Außergewöhnlichen ansetzt und in der Überschreitung gewöhnlicher Grenzen Chancen zum Erreichen einer besseren Welt sieht.
  • Amanda Hampson:
    Land der tausend Bäume.
  • coverDas Land der tausend Bäume liegt in Australien. Es bildet den symbolträchtigen und emotionalen Bezugspunkt einer Familiengeschichte, eine Art Ursprungsheimat, in der alle Fäden schicksalhafter Wendungen zusammenlaufen. Als der Großvater der Protagonistin Adrienne in Australien einwandert, sind es einige mitgebrachte Olivenbäumchen, aus denen schließlich ein ganzer Hains aus 1.000 Bäumen entsteht. Sein Traum, in einem Land, in dem Oliven kaum bekannt sind, vom Verkauf derselben oder von der Vermarktung des Olivenöls zu leben, sollte zu seinen Lebzeiten nicht in Erfüllung gehen. Seine beiden Töchter Isabella und Rosanna aber werden in der Gegen seitdem die „Olivenschwestern“ genannt. Dass die Schwestern trotz ihres geradezu gegensätzlichen Temperaments dennoch eine sehr enge Beziehung zueinander haben, findet im väterlichen Landerbe seinen symbolischen Ausdruck. Dass dies auch praktische Auswirkungen hatte, erkennt Adrienne, als sie nach dem Tod ihres Großvaters erstmals in das Land der tausend Bäume reist. Dort erfährt sie, für sie ganz überraschend, dass ihre Mutter Isabella eine Schwester hatte. Schrittweise lüftet sie das Geheimnis ihrer Vorfahren und lernt ihre Herkunft in einem neuen Licht zu sehen. Nachdem ihre Rolle als ehemals erfolgreiche Businessfrau zu diesem Zeitpunkt bereits ins Wanken geraten ist, findet sie auf dem geerbten Land des Großvaters eine neue Liebe und macht dessen unvollendeten Traum zu ihrem eigenen.

© Bernhard Lux (Inhaltsbeschreibungen)

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